Das Burger Museum. 

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Entstehung der Museumsapotheke.


Im Jahre 1980 wurde man in der Privilegierten Apotheke in Burg fündig. Beim Stöbern auf dem Dachboden hielt man plötzlich die Schleswig-Holsteinische Medizinalverfassung von 1834 in den Händen.

Das machte neugierig und in der nächsten Zeit wurden sämtliche Böden, Abseiten, Keller und Stallungen der alten Apotheke durchsucht.
Das Ergebnis war sensationell: Man fand fast eine komplette Apothekenausstattung seit der Gründungszeit 1839. Die unzähligen Geräte wurden aufgearbeitet , identifiziert und im alten Arzneikeller zusammengetragen. Es war ein richtiges kleines Apothekenmuseum.

Der damalige Direktor des Dithmarscher Landesmuseums, Herr Dr. Nissen wurde zu Rate gezogen. Dieser war begeistert und riet dazu, die Sammlung unbedingt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und zwar im Nebengebäude der Apotheke, das noch das alte Laboratorium und die Stoßkammer beherbergte.

 

 

Auch aus dem Museumsamt in Schleswig kam grünes Licht: Der Landesmuseumsdirektor Herr Dr. Helmut Sydow befürwortete ausdrücklich ein Burger Apothekenmuseum im Nebengebäude. Da außerdem ein Städtebau-Förderungsprogramm in Burg angelaufen war, schienen die Sterne günstig zu stehen. Aber man hatte die Rechnung ohne den Nachbarn gemacht. Die benachbarte Kirche wollte einer Überwegung über ihr Grundstück zum Museumsgebäude nicht zustimmen. Man wollte nicht gestört werden und untersagte prompt per Anwalt jeden Zugang zur Apotheke. Das war das Ende des Burger Apothekemuseums.

Seitdem gammelte die sehenswerte Apothekensammlung in Stall und im Arzneikeller vor sich hin. Die Kontakte zum Museumsamt in Schleswig wurden aber aufrecht erhalten. Zwischenzeitlich erwarb die Gemeinde Burg das Sattlereigebäude der Familie Bernhardt, das als künftiges Burger Heimatmuseum dienen sollte. Hier sollte auch die Apothekensammlung von Peter Sommer eine Bleibe finden. Als die obere Etage des Burger Museums im Frühjahr 2002 bezugsfertig war, gelang es endlich nach 23 Jahren, die Schätze im alten Arzneikeller der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Planungs-Modell der Burger Museumsapotheke von Peter Sommer


Eine schwierige Aufgabe war es, die Museumsapotheke im Obergeschoss des Heimatmuseums auf engstem Raum authentisch und glaubwürdig zu präsentieren. Die Pläne für die Museumsapotheke waren fertig. Auf der Hauptversammlung im März 2002 stellte Apotheker Peter Sommer anhand eines Modells erstmals das Konzept für die Apothekeneinrichtung vor. Die Apothekensammlung stellte sich als so umfangreich heraus, dass daraus eine komplette Museumsapotheke entstehen sollte. Nach 15 Monaten harter Arbeit war dann die Museums-Apotheke fertig und das Museum mit Leben erfüllt. Seit dem 17. Mai 2003 können Sie das Leben in Burg über zwei Jahrhunderte in der großen Mühlenstraße hautnah erleben.

 

 

Erleben Sie die Vergangenheit hautnah -
im Burger Museum