Das Burger Museum. 

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Geschichte der Burger Apotheke.

Das königliche Privilegium.

Das königliche Privilegium vom Dänischen König Christian VIII ist im Original im Kontor der Burger Museums-Apotheke zu sehen.

Die Geschichte der Privilegierten Apotheke
 in Burg

11.Juni 1839  Apotheker Friedrich Cropp aus Rendsburg erhält das königliche Privilegium zum Betreiben einer Apotheke in Burg, erwirbt Haus und Grundstück am Markt und richtet dort eine Apotheke ein. Die Apotheke war bereits eingerichtet, als Cropp es plötzlich so eilig hatte, nach Croix in Westindien auszuwandern, dass er den Hochfürstlichen Hofapotheker Lorenz Henningsen aus Gravenstein mit dem Verkauf beauftragte. 

eine Zeichnung der Burger Apotheke von 1859

24.Dezember 1839  Im Dänischen Gravenstein an der Flensburger Förde trafen sich der Hofapotheker Lorenz Henningsen und der Apotheker Georg Friedrich August Lemmel aus Flensburg, der die Apotheke im ländlichen Wohnhaus am Burger Marktplatz betreiben wollte. Henningsen verkaufte Haus und  Apotheke samt Privilegium an  Friedrich Lemmel , auf den am 24. Dezember 1839 das königliche Privilegium vom Dänischen König Christian VIII übertragen wurde. Dieses Privileg sicherte ihm alle den Apotheken in Unserem Herzogtum Holstein zustehenden Freiheiten und Gerechtigkeiten zu, stellte aber kein Exklusiv-Privileg dar. In Gravenstein besiegelten beide am 11.Februar 1840 den Überlassungs-Kontrakt. 

..das Haus mitsamt Gartenplatz, groß ungefähr 2 Scheffel, sowie Brunnengerechtigkeit und dem Königlichen Privilegium nebst der bereits vorhandenen Apotheken-Einrichtung  für 13950 Courant oder 7440 Rbth. in Silber ...

 

10.Oktober 1840.  Bereits zehn Monate danach verstarb Lemmel  im Alter von 30 Jahren. Seine Witwe heiratete im Jahre 1841 den Apotheker Georg August Wolff, der die Leitung der Burger Apotheke übernahm.
 Am 6. Dezember 1844 übertrug der Dänische König Friedrich VII das Privilegium auf Apotheker Wolff, der 1855 in Burg 41jährig verstarb. 

1857. Apotheker Julius Gottfried Theodor Hartz übernahm offiziell die Burger Apotheke, die er 1910 endgültig an seinen Schwiegersohn Friedrich Wilhelm Georg Wöhlecke übergab, nachdem Hartz und sein Schwiegersohn seit 1894 die Apotheke zusammen als Hartz & Wöhlecke geleitet hatten. 1913 zog die Familie Wöhlecke in das benachbarte Reet gedeckte Fachwerkhaus nebenan. 


Apotheker J.G.T.Hartz mit Frau um 1900, davor Schwiegersohn und Apotheker Georg Wöhlecke.

 

 

1814 übernahm  Georg Karl Amandus Krell die Apotheke und die Familie Wöhlecke setzte sich im benachbarten Landhaus zur Ruhe. 
1930.  Apotheker Krell verstarb plötzlich im Jahr 1930. Pharmazie-Kandidat Heinrich Sommer absolvierte hier gerade sein Praktikum, durfte aber die Apotheke noch nicht übernehmen, und so wurde Apotheker Gramatzki aus Usedom bis 1935 als Verwalter eingesetzt. Zwischen 1935 und 1938 pachtete Apotheker Johannes Christian August Nissen die Burger Apotheke. 

1938 bestand Heinrich Jürgen Herrmann Sommer sein Staatsexamen und konnte jetzt die Apotheke von der Witwe Krell pachten.
Als diese 1946 verstarb übernahm Heinrich Sommer die Apotheke und bekam als letzter Apotheker 1948 das Privilegium verliehen. 1958 begann die Niederlassungsfreiheit für die Apotheken und damit das Ende der Privilegien. Diese verloren ihre Gültigkeit, behielten aber bis heute ihren unschätzbaren Wert.

Kaffee auf der Veranda hinter dem Apothekenkontor. Hinten rechts Kandidat Heinrich Sommer, in der Mitte vorn Apotheker Krell mit Ehefrau, rechts Gutsbesitzer Schütt.

 


Übergangs-Zeit

Nach dem Tode von Apotheker Krell: Links Kandidat Heinrich Sommer, rechts Witwe Gertrud Krell, daneben Verwalter Apotheker Gramatzki.

 

Von der Geschichte zur Gegenwart

1973: Apotheker Peter Sommer beginnt nach bestandenem  Examen als angestellter Apotheker in der elterlichen Apotheke
1975: Ulrich & Peter Sommer OHG als Pächter
1976: Peter Sommer  Pächter der "Privilegierten Apotheke am Markt"
1985-2010 Inhaber Apotheker Peter Sommer
seit 2010 Apotheker Lutz Michael Kappey

 

 

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